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Prosa:

Rosa gibt es nicht  (1. Preis Kurzgeschichtenwettbewerb: contakt, Auszug)

Mutter hat gestern eine Menge Gründe aufgezählt, wieso man Rosa nicht nach Medellin zurückschicken kann. Ausserdem würde das Ticket auch wieder kosten. Sie wurde so nervös, dass ihr die deutschen Wörter nicht mehr einfielen und sie wiederholte sich dauernd. Bis Heinz irgendwann geschrien hat: "Aber es geht einfach nicht!" und dann hat er mit der flachen Hand auf den Tisch geschlagen. Das tut er sonst nie. Später ist er auf ein Bier gegangen und da hat Mutter mit Rosa zu schimpfen begonnen. Sie gebe sich zu wenig Mühe, hat Mutter gezischt. Um nicht zu schreien, zischt sie immer. Schreien dürfen wir nicht. Wenn sie wenigstens deutsch lernen würde, aber nicht einmal das könne sie, hat Mutter sich erbost und wenn ihre Ehe mit Heinz kaputt gehe, dann habe Rosa die Schuld und dann könnten wir sehen, was wir alle machten. Rosa hat kein   Wort gesagt. Vielleicht versteht sie eben gar nichts mehr, nicht einmal mehr spanisch.  (in: Fremde Federn, Geschichten zur Migration in der Schweiz, Schulverlag Bern www.contakt-geschichten.ch)

(Vollständiger Text: Rosa gibt es nicht)

La conquista

Cuando vine a vivir a este pueblo, toda la aldea me parecía estar llena de peligros y hostilidades. No me gustaba que mis hijas anduvieran por ahí, ni siquiera que fueran a casa de sus amigas. Yo no conocía estas casas y no conocía a los padres de las amigas de mis hijas. Y por no conocerlos no me gustaban. Sin embargo, mis hijas y yo solíamos hacer paseos largos y muy lindos a través de los montes de los alrededores. Mis hijas, que en aquella edad siempre vivían con piratas y con princesas encantadas y que no salían de casa sin llevarse una manada de caballos, un barco capturado o por lo menos un tigre domesticado, se dedicaron a dar nombres a cada camino que recorríamos y a cada roca donde descansábamos. Así que nuestros alrededores se llenaban con sitios concretos y atractivos cuyos nombres sólo nosotras conocíamos. Íbamos al Monte Blanco o al Monte Oso, pasábamos por la Pradera Encantada o escogíamos el Camino de los Perros. Entre nosotras sabíamos perfectamente de que hablábamos. Pero si los habitantes del pueblo no escuchaban, nos miraban con asombro por que nosotras, las extranjeras, hablábamos con tanta familiariedad de sitios que ellos parecían desconocer. Conquistamos nuestra aldea dándoles nombres a sus sitios. Así la hicimos nuestra. Y en cuanto era nuestra desaparecía mi miedo. Las distancias entre las casas se acortaron y las casas mismas parecían acogedoras acurrucándose bajo las nieblas y las lluvias constantes. Los peligros desaparecieron y el pueblo adquiría un aire familiar. (kmz/2006) 

Marisa, die vom Balkon nebenan (Auszug)

Es ist nicht so, dass ich besonders neugierig wäre oder mich übermässig für das Leben anderer Leute intersessierte, es ist nur so, dass die Mietshäuser, die anfangs dieses Jahrhunderts im Industriequartier entstanden sind, sehr eng ineinander verschachtelt sind, so dass ich, wenn ich heute auf meinem kleinen Balkon an meiner Abschlussarbeit schreibe, nicht nur meiner Balkonnachbarin zur Linken die Hand reichen kann, sondern auch zu meiner Rechten beim anschliessenden Querhaus auf die Balkone und in die dahinterliegenden Küchen sehen kann. Im Winter liegen diese Balkone grau und verlassen da, aber im Frühling hängt meine Nachbarin den Käfig ihres Kanarienvogels an die Kleiderstange, umhüllt ihn liebevoll mit einem Tuch, damit weder Sonne noch Wind dem kleinen Geschöpf etwas anhaben können. Wenn ich dann stundenlang  auf dem Balkon sitze und an meiner Arbeit schreibe, ist es fast unumgänglich, dass man miteinander in Kontakt kommt. Man spricht über das Wetter, über den Kanarienvogel Fritzli oder über die  Blumen des Nachbarn. Die Nähe der Balkone, die alle gegen denselben kleinen Innenhof  mit dem dürftigen Grün, dem Flieder und der Eibe stehen, schafft eine Art von Vertraulichkeit, als besässen wir Gemeinsames. Vom Bewohner links unten sehe ich meist nur den Bierbauch, den er im Sommer nackt über den Shorts hängen lässt, oder den behaarten Rücken, wenn er sich über seine Geranien beugt. (In: Nein! - Texte gegen den Rassismus, Cosmosverlag)

(Vollständiger Text: Marisa, die vom Balkon nebenan)

Weitere Texte:

-  Die Verabredung.docx

-  La cita.docx  

Lyrik/poesía:

Gedankenverloren

Ein düsterer Tag heut /und regenverhangen //Auf dem Hintergrund /einer Wiese am Hang /deren Grün stumpf geworden /von der Last /des nicht gefallenen Schnees /spaziert eine Frau in Schwarz /unter einem roten Regenschirm //Sie hat sich nichts gedacht dabei (in: Entwürfe - für Literatur und Gesellschaft, zum Thema mehr Meer, www.entwürfe.ch)

Todos los ríos (el Ilfis)

Todo está ahi: //En las orillas de aquel agua /rápido, saltarín, cristalino, /la luz baila todos los colores /y millones de gotas murmuran, cuchichean, chapotean, /un olor dulce espesa el aire /en las horas antes de caer la lluvia. /El tiempo se alarga en el espacio: /habrá muchas más dimensiones desconocidas y la paciencia de mil millones de años /engulle la memoria, confunde sentir y pensar. //Todo está ahi: /luego, luego serán palabras. (kmz)

Aufbruch

Nachts /immer dann /wenn kein Zug mehr fährt /und kein Flugzeug mehr abhebt /und wenn die Wege /nirgends mehr hinführen /immer dann / will ich aufbrechen (in: Lyrikschublade, Nimrodverlag, Zürich)

De muy lejos

He venido de muy lejos /para entender tu alma /que resplandeciendo en tus ojos /cambia de colores como la mar. // El sabor de tu piel /es de agua salada: ¿cómo has podido sobrevivir /donde no soplan los vientos desencadenados /de un horizonte abierto? //En un alba jamás olvidado /desperté con un grito que sonaba a libertad /y una gaviota blanca, blanca se lanzó /hacia un cielo aún oscuro; /tú me sonreías  y entonces comprendí /que finalmente había llegado. //Más tarde, bajo un sol radiante, /el viento jugando con las hojas de eucalipto, /las hizo brillar y parecer /pececillos plateados en el agua. //Tú me has traído a esta tierra /que amándote a tí/aprendí amar. (In: www.napf-art.ch, bilinguale Texte für ein interkulturelles Multimediaprojekt/ textos bilingües para un proyecto intercultual y multimedia).

Sätze, frases, Aphorismen...

Denken ist eine mindestens so gefährliche Beschäftigung wie Tiefseetauchen oder Fallschirmspringen.

Escribir es arte y traducir es artesanía, pero todo buen arte tiene artesanía y la buena artesanía tiene arte. 

Jede Nebelwand weicht zurück, wenn man auf sie zugeht.

El respeto empieza por respetar, no por pedir respeto.

Vorurteile sind ein Form der mentalen Gewalt.

(Aus: 100 Sätze und 1 Vorwort dazu, Projekt) 

 

Publikationen von Kurzgeschichten und Gedichten in schweizerischen, deutschen und spanischen Anthologien und Literaturzeitschriften / publicaciones en antologías y revistas literarias suizas, alemanas y españolas:

-Fremde Federn (Berner Schulbuchverlag); Nein - Texte gegen den Rassismus (Kosmosverlag), Relatos da rúa (edición Elvira); Entwürfe; Chalim; Lyrikschublade; The Transnational; eXperimenta; zugetextet)

 

On-line-Publikationen spanisch/ publicaciones on-line en español

Sarah Kirsch.pdf                            (Humanismos siglo XXI: zum Tod von Sarah Kirsch)       

Los hermanos negros.pdf           (Humanismo siglo XXI, zu: Die schwarzen Brüder) 

El victimismo es peligroso.pdf   (Humanismosiglo XXI: zur spanischen Krise)

El dilema del traductor.pdf           (Genera Traducción- online community: das Dilemma des Übersetzers)

No somos nada.pdf                      (Humanismo siglo XXI / Amantes de la poesía: poetische Reflexion über den Tod)

Volar.pdf                              (Humanismo siglo XXI /Escritores desde el desván: Kurzessay Fliegen)

 

 

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